Wir verurteilen die Taten von Würzburg, Ansbach und München. Wir empfinden das tiefe Leid der Opfer und der Familien. Die Taten sind unentschuldbar und bleiben unverständlich. Sie hinterlassen ein Gefühl der Orientierungslosigkeit und Sprachlosigkeit. Wir, als Verein, der sich für die Integration und Unterstützung von Männern, Frauen, Jungs, Mädchen und Kindern mit Fluchterfahrung einsetzt, wollen uns mit den Taten auseinander setzen. Unser Ziel ist es in Berlin zusammen mit Vereinen und Jugendlichen einen Arbeitskreis zu bilden in dem offen diskutiert werden kann und gemeinsam Worte gefunden werden.


Die Diskussion um die Taten begrenzt sich medial wie politisch auf die Thematik „Gewalt durch Flüchtlinge“. Nach unserem Verständnis ist dies eine einseitige und falsche Beleuchtung der Thematik, die dazu führt eine bestimmte Menschengruppe zu stigmatisieren und Feindseligkeiten zu schüren. Als SolidariGee wollen wir in Berlin eine Diskussion über Präventionsstrategien anstoßen, die diesen Ängsten begegnet. Anstelle die Jugendlichen auszuschließen möchten wir ihrer Isolation und Perspektivlosigkeit entgegenwirken und sie in die Diskussion einbinden. Auch ihre Stimmen müssen gehört und gewichtet werden. Sie sind Teil dieser Gesellschaft und werden als solchen besonders in diesen Momenten mit ihrem Erfahrungsschatz gebraucht. Die Jugendlichen mit denen wir gesprochen haben reagierten allesamt fassungslos und verängstigt. Einige Zitate aus diesen Gesprächen lassen sich auf unserer Facebook-Seite und auf Twitter nachlesen.


Um diesen Arbeitskreis umzusetzen brauchen wir eure Unterstützung. Wir richten uns besonders an Vereine die sich ebenfalls für Schutzsuchende einsetzen und die Interesse haben an einer gemeinsamen Stellungnahme zu arbeiten. Es würde uns sehr freuen wenn sie mit uns in Kontakt treten würden. PRO ASYL Flüchtlingsrat Berlin Flüchtlinge Willkommen Flucht nach Vorn Netzwerk Flüchtlinge „Berlin hilft“ Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Kreuzberg hilft Gangway e.V. Straßensozialarbeit Berlin Willkommen im Westend Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz


Bitte kontaktiert uns über:
info@solidarigee.de


Mansour, 20: „Ich verstehe einfach nicht warum jemand so etwas macht. Ich kann mir das wirklich nicht erklären, sondern nur darüber spekulieren. Ich denke es hat viel mit politischen Entscheidungen zutun, viel mit den schlimmen Situationen in den Heimen, psychischen Problemen und Einsamkeit. Deutschland muss jetzt die Sicherheit seiner Bürger gewährleisten. Ich hoffe aber auch, dass Deutschland die Sicherheit der Flüchtlinge dazuzählt, aber jetzt haben alle noch mehr Angst vor Ausländern und Flüchtlingen…“

!!! Stellungnahme !!!: SolidariGee e.V. zu den Taten in Würzburg, Ansbach und München
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