Berliner Jugendforum 2017
Klares ‚Nein!‘ zur Abschiebepraxis.

Durch das Festival für junge Politik, Berliner jugendFORUM, wird jährlich eine Plattform für den Dialog zwischen jungen BerlinerInnen und Berliner PolitikerInnen geboten. Dieses Jahr fiel das Datum auf den 30.Juni 2017. Trotz Unwetters und Dauerregen wurde getanzt, musiziert und diskutiert. Die Themen wurden vorab von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst gesetzt und in Workshops, Redebeiträgen und Gesprächen Publik gemacht. Anwesend waren politische VertreterInnen, die sich die Forderungen der TeilnehmerInnen anhörten und gemeinsam mit den Jugendlichen über mögliche Lösungsansätze sprachen. SolidariGee e.V., vertreten durch Susann Pham Thi und Maryam Kirchmann, lud an dem Tag zum Gespräch über Abschiebung nach Afghanistan (#Bleibistan) und Inklusion durch Teilhabe (#Refinclude) ein.

In der Gesprächsrunde zum Thema Inklusion, u.a. mit Mechthild Rawert (MdB, Mitglied der Arbeitsgruppe Inklusion, SPD) und Hakan Taş (MdA, Sprecher für Inneres, Integrations- und Partizipationspolitik, DIE LINKE) sprach Susann davon, dass wir uns aktuell in einem Wahn des Deutsch-Lernens befinden.

Berliner Jugendforum 2017
Susann im Gespräch über Inklusion 

Dass in der öffentlichen, wie auch politischen Meinung davon ausgegangen wird, dass nur durch einen Arbeitsplatz (dafür das Erlernen der Sprache) eine Inklusion in die Gesellschaft stattfinden könne. Susann, deren Familie aus dem Vietnam stammt, sagt: „Meine Eltern hatten immer einen Job, sind aber bis heute nicht inkludiert, sondern haben andere Wege gefunden sich Akzeptanz einzufordern.“ Für sie ist Inklusion „die bewusste und aktive Herstellung einer heterogenen Gesellschaft„. Dies müsse auch „theoretisch und praktisch […] ohne Arbeitsplatz, Sprache und Christentum möglich sein. Und zwar durch Menschlichkeit.“

 

 

SolidariGee lädt zum Gespräch auf dem Berliner jugendFORUM 2017
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