„Heim kommt man nie, aber wo befreundete Wege zusammenlaufen da sieht die ganze Welt für einige Stunden wie Heimat aus.“ Mit diesen Worte von Hermann Hesse aus seinem Werk Demian starteten wir in den Abend am 25. Januar. An diesem Tag fand unser lang ersehntes Kunst- und Kulturevent “Durch Kunst eine Stimme verschaffen” und das Soli-Konzert der nordafrikanischen Band “La caravane du Maghreb” statt.

La caravane du Maghreb_Solikonzert_WerkstattderKulturen
La caravane du Maghreb (c) Sofia Erto

Nach monatelanger Vorbereitung fanden sich am frühen Abend Kunstinteressierte, Freunde und UnterstützerInnen unseres Vereins und Jugendliche aus unseren diversen Freizeitangeboten zu diesem besonderen Anlass im eindrucksvollen Kellergewölbe des Clubs der Werkstatt der Kulturen in Neukölln ein. Der Abend bestand aus zwei voneinander unabhängigen und doch thematisch einheitlichen Veranstaltungen.

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Uwais | Gedicht: Damaskus (c) Sofia Erto

Zum einen das Kunst- und Kulturevent “Durch Kunst eine Stimme verschaffen”, bei dem eine Kunstauktion mit gespendeten Werken ansässiger KünstlerInnen, verschiedene Auftritte internationaler Musiker und Kunstschaffender und eine Präsentation über die aktuellen Entwicklungen unseres Vereins den ersten Teil des Abends füllen sollten. Leider musste aus organisatorischen Gründen die Kunstauktion umgeplant werden. Wir möchten noch einmal allen beteiligten KünstlerInnen für ihre gespendeten Werke danken. Wir stehen mit den KünstlerInnen in Kontakt und planen eine erneute Aktion mit den Werken. Ein genau so großer Dank gilt den kreativen Beiträgen des Events. Auch an die junge Fotografin Sofia Erto vielen Dank für die fotografische Begleitung des Abends.

Afghanische Musik_Trommel_Harmonium
Amin und Mansour | Afghanische Musik (c) Sofia Erto

So durften wir unter anderem den magischen Klängen von Mansours und Armins traditionellen afghanischen Liedern lauschen. Sie sangen über Heimat und Liebe. Zwei Themen die den gesamten Abend prägten. Uwais und Farzad schenkten uns ein Gedicht auf Farsi und Arabisch und so konnten wir in die Poesie dieser Sprachen eintauchen und erahnen was die beiden jungen Menschen fühlen, wenn sie über Freunde, Damaskus und Familie sprechen. Auch der Poetry Slamer Dennis Sadik Kirschbaum von I’slam war zu Gast und sprach eindrucksvoll und sehr bewegende über die Flucht seines Freundes von Somalia nach Europa. Dieser Beitrag regte zum kritischen Nachdenken an und verdeutlichte umso mehr, dass jeder Mensch seine ganz eigene Geschichte hat und wir bereit sein müssen zuzuhören, bevor wir uns erlauben zu urteilen oder zu Worten anzusetzen.

Farzad | Gedicht (c) Sofia Erto

Im Anschluss daran wurde das Tanzbein geschwungen, als unsere Freunde der Band “La caravane du Maghreb” die Stimmung mit ihren temperamentvollen Stücken verschiedener nordafrikanischer Musikstile einheizten und die Gäste, KünstlerInnen und unser Team an Ehrenamtlichen zum gemeinsamen Feiern motivierten.

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Das Konzert war ein voller Erfolg (c) Sofia Erto

Unserer Philosophie der Integration auf Augenhöhe entsprechend, konnten wir wieder einmal Begegnungen zwischen Neu- und AltberlinerInnen ermöglichen und uns an den vielen schönen gemeinsamen Augenblicken dieser interkulturellen Veranstaltung erfreuen.

Wir freuen uns sehr auf eine Wiederholung!

Ein Abend unter Freunden – Durch Kunst eine Stimme verschaffen.
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